
Strategische Materialien
Ausgewählte Projekte
Zirkuläres Produktdesign und Rücknahmemodelle für wiederverwendbare Systeme
Wiederverwendbare Bausysteme wie modulare Wandelemente bieten großes Potenzial für die Kreislaufwirtschaft, jedoch nur, wenn sie für die Demontage konzipiert und in tragfähige Rücknahmemodelle eingebettet sind. Trotz wachsenden regulatorischen Drucks und Nachhaltigkeitszielen schaffen es viele Produkte am Ende ihres Lebenszyklus immer noch nicht, zum Hersteller oder in die Wertschöpfungskette zurückzukehren. Die zentrale Herausforderung: Wiederverwendung durch intelligentes Produktdesign, Reverse Logistik und Geschäftsmodellinnovation zu ermöglichen.
Ansatz:
Produktneugestaltung für Kreislaufwirtschaft: Das modulare Wandsystem wurde neu konzipiert, um eine einfache Demontage und Materialtrennung zu ermöglichen. Komponenten wie Gipsplatten, Profile und Dämmschichten wurden so angepasst, dass sie ohne Leistungseinbußen wiederverwendet oder recycelt werden können.
Reverselogistik & Ökosystem-Mapping: Ein Reverselogistik-Framework wurde entwickelt, das ein Stakeholder-Mapping über Logistik, Lagerhaltung und Wiederaufbereitung umfasst. Barrieren wie mangelnde Anreize und fragmentierte Verantwortlichkeiten wurden identifiziert und durch Ökosystem-Design angegangen.
Geschäftsmodellinnovation: Es wurden mehrere zirkuläre Geschäftsmodelle evaluiert, die von Pfandsystemen und Rückkaufprogrammen bis hin zu Belohnungsprogrammen für die Rückgabe reichten. Diese Modelle wurden auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit und Akzeptanz bei den Stakeholdern getestet und bildeten die Grundlage für eine skalierbare Implementierung.
Recyclingtechnologien für laminierte Multimaterialsysteme
Das Recycling von Verbundmaterialien wie Sicherheitsglas, das in Automobil- und Architektur-Anwendungen eingesetzt wird, steht aufgrund ihrer komplexen, mehrschichtigen Struktur vor erheblichen Herausforderungen. Diese Systeme kombinieren oft Glas mit Polymer-Zwischenschichten (z.B. PVB, EVA), metallischen Beschichtungen und Klebstoffen, was eine effiziente Trennung und Rückgewinnung behindert. Trotz wachsenden regulatorischen Drucks und Nachhaltigkeitszielen landen die meisten Verbundmaterialien immer noch in minderwertigen Anwendungen oder auf Deponien. Die Kernherausforderung: die Ermöglichung einer hochwertigen Materialrückgewinnung unter Überwindung technischer, wirtschaftlicher und logistischer Barrieren.
Ansatz:
Technologie-Scouting & Bewertung: Eine breite Palette von Recyclingtechnologien wurde bewertet, darunter mechanische, chemische und laserbasierte Trennverfahren. Technologien wie kryogene Trennung, selektive Laserablation und mechanochemische Behandlung wurden hinsichtlich ihrer Fähigkeit bewertet, Glas von Polymerzwischenschichten und Beschichtungen zu trennen.
Material- & Prozessanalyse: Die Recyclingfähigkeit von Zwischenschichtmaterialien wie PVB und EVA wurde analysiert. Während PVB-Recycling technisch machbar ist, erfüllt es oft nicht die optischen Qualitätsstandards für die Wiederverwendung in Verbundglas. EVA, obwohl vielversprechend in Bezug auf die Leistung, fehlen derzeit ausgereifte Recyclinglösungen.
Design für Recycling & Identifikationstechnologien: Um zukünftige Recyclingfähigkeit zu ermöglichen, untersuchte das Projekt Designanpassungen und Identifikationstechnologien für Zwischenschichtmaterialien. Dies umfasst die Entwicklung von Sortiersystemen und Kennzeichnungsstrategien zur Unterscheidung von Materialtypen während der Entsorgung.
Stakeholder-Engagement & Wertschöpfungsketten-Mapping: Interviews mit Recyclern, Materiallieferanten und Technologieanbietern halfen, Engpässe und Chancen entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren. Eine roadmap wurde entwickelt, um zukünftige Kooperations- und Innovationsbemühungen zu leiten.
PFAS-Substitution
Der Industriesensorik-Sektor steht aufgrund bevorstehender PFAS-Beschränkungen, die Materialien wie PTFE, PVDF und PEEK betreffen, welche üblicherweise für Korrosionsbeständigkeit und Signalübertragung eingesetzt werden, unter zunehmendem Druck. Diese Vorschriften stellen eine erhebliche Herausforderung für Hersteller dar, die auf PFAS-basierte Komponenten angewiesen sind. Das Kernproblem: die Identifizierung praktikabler Materialalternativen, die anspruchsvolle technische Anforderungen erfüllen und gleichzeitig Leistung und Konformität gewährleisten.
Ansatz:
Materialscreening & Technologiescouting: PFAS-freie Alternativen wurden durch systematisches Scouting identifiziert. Kandidaten wie PPS, TPI und Polyetherimide wurden basierend auf dielektrischen Eigenschaften, chemischer Beständigkeit und Verarbeitbarkeit bewertet.
Regulatorisches & Wirtschaftliches assessment: Jedes Material wurde hinsichtlich regulatorischer Konformität (z.B. REACH), Technologiereifegrad und Kostenstruktur bewertet, um die technische und wirtschaftliche Machbarkeit sicherzustellen.
Designanpassung & Produktstrategie: Es wurden Designmodifikationen untersucht, um alternative Materialien ohne Beeinträchtigung der Funktionalität zu integrieren. Strategische Empfehlungen unterstützten die zukünftige Produktentwicklung unter PFAS-Beschränkungen.
Stakeholder-Engagement: Experteninterviews und Lieferantendialoge halfen, Materialauswahlen zu validieren und eine Wissensbasis für fortlaufende Substitutionsbemühungen aufzubauen.
Urban Mining und zirkuläres Design in der Telekommunikation
Die Telekommunikationsbranche steht unter wachsendem Druck, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und auf zirkuläre Produktsysteme umzustellen. Elektronische Geräte wie Router enthalten wertvolle Komponenten – Prozessoren, Speicherchips, Steckverbinder –, die oft trotz ihrer Funktionsfähigkeit entsorgt werden. Dieses Projekt untersuchte, wie Urban Mining und Circular Design neuen Wert erschließen können, indem Komponenten aus ausgedienten Smartphones in neuen Telekommunikationsgeräten wiederverwendet werden. Die Kernherausforderung: die Entwicklung skalierbarer Systeme für die Komponentenrückgewinnung, -wiederverwendung und -integration in neue Produkte unter Beibehaltung von Leistung und Compliance.
Ansatz:
Komponentenwiederverwendung & Produktdesign: Ein DSL-Router-Prototyp wurde unter Verwendung wiederverwendeter Komponenten aus alten Smartphones entwickelt, darunter Mainboards, Prozessoren und Steckverbinder. Das Design folgte einem modularen Ansatz, um die Integration von Second-Life-Elektronik ohne Beeinträchtigung der Funktionalität zu ermöglichen.
Zirkuläres Versorgungsmodell: Anstelle des traditionellen Recyclings konzentrierte sich das Projekt auf die gezielte Rückgewinnung funktionaler Komponenten, eine Urban-Mining-Strategie, die hochwertige Materialien im Kreislauf hält. Dieser Ansatz reduzierte den Rohstoffverbrauch um 30 % und senkte die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Routern um bis zu 50 %.
Branchenübergreifende Zusammenarbeit: Die Initiative brachte Partner aus den Bereichen Elektronik, Telekommunikation und Nachhaltigkeit zusammen, um den Prototyp und die roadmap gemeinsam zu entwickeln. Dieses kollaborative Modell ermöglichte schnelles Prototyping und Wissensaustausch über Disziplinen hinweg.
Fortschrittliche Materialien: Industrieübergreifende Innovation und strategische Wegweiser
Der technologische Fortschritt wird zunehmend von fortschrittlichen Materialien angetrieben, die von leichten Verbundwerkstoffen und nanostrukturierten Beschichtungen bis hin zu intelligenten Polymeren und Hochleistungskeramiken reichen. Diese Materialien bieten neue Funktionalitäten in Branchen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Energie und Gesundheitswesen. Die Kernherausforderung: relevante Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren, ihre industrielle Anwendbarkeit zu bewerten und sie in strategische Innovations-roadmaps zu überführen.
Ansatz:
Trend-Scouting & Material-Mapping: Ein strukturierter Überblick über aufkommende Materialtrends wurde unter Verwendung eines „Material Performance Tree“-Frameworks entwickelt. Dies umfasste eine Segmentierung nach Materialtyp (z. B. Polymere, Metalle, Keramiken) und Funktion (z. B. Wärmeleitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Leichtbau).
Expertenlandschaft und technologische Bereitschaft: Einschlägige Forschungseinrichtungen und industrielle Entwickler wurden ermittelt. Ausgewählte Materialien wurden im Hinblick auf Verarbeitbarkeit, Kostenstruktur, Innovationspotenzial und Technologiereife bewertet.
Anwendungsanalyse & Roadmap-Entwicklung: Für jedes Material wurden Anwendungsfälle abgeleitet, einschließlich Kosten-Nutzen-Bewertungen und branchenspezifischer Anwendungsszenarien. Strategische roadmaps wurden erstellt, um die Implementierung und interne Entscheidungsfindung zu leiten.
Konsortialer Wissensaustausch: Das Projekt wurde als branchenübergreifendes Konsortium mit über 15 Partnern durchgeführt, was einen interdisziplinären Austausch und eine gemeinsame Priorisierung der Schwerpunkte ermöglichte. Alle Teilnehmer erhielten Zugang zu einer gemeinsamen Wissensbasis und langfristige Nutzungsrechte für die Ergebnisse.
Sind Sie bereit für die Umstellung Ihrer Materialien?
Gestalten wir gemeinsam Ihre zirkuläre Zukunft!










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