Dezentrale Energiesysteme – Paradigmenwechsel in der nachhaltigen Energieversorgung

Übersicht
Die globale Energielandschaft befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Zunehmende Schwankungen der Energiepreise, Netzengpässe und der rasche Ausbau erneuerbarer Energiequellen treiben den Wandel hin zu dezentralen, modularen Energiesystemen voran.
Industrieunternehmen stehen im Mittelpunkt dieses Wandels. Vielen Komponenten- und Technologieanbietern fehlt es jedoch nach wie vor an einem klaren Verständnis für:
- welche Zukunftsmärkte sich gerade entwickeln,
- wie die Energiesysteme aufgebaut sein werden,
- und wie ihre vorhandenen Kompetenzen innerhalb dieser Systeme positioniert werden können.
Dieses Konsortialprojekt versetzt Unternehmen in die Lage, ihre Rolle in zukünftigen Energiesystemen systematisch zu ermitteln und technologische Kompetenzen in skalierbare Marktchancen umzusetzen.
Warum das gerade jetzt wichtig ist
Die industriellen Energiesysteme stoßen an ihre strukturellen Grenzen:
- Die Energiepreise unterliegen zunehmend größeren Schwankungen und sind immer schwerer vorhersehbar
- Der Ausbau der Netzinfrastruktur hinkt dem Nachfragewachstum hinterher
- Die Einbindung erneuerbarer Energien führt zu einer neuen Komplexität des Systems
- Brownfield-Umgebungen schränken groß angelegte, zentralisierte Lösungen ein
Infolgedessen werden die Energiesysteme der Zukunft folgende Merkmale aufweisen:
- dezentralisiert
- modular und containerisiert
- standardisiert statt projektspezifisch
- zunehmend durch intelligente Energiemanagementsysteme gesteuert
Dieser Wandel schafft neue Märkte – aber auch neue Anforderungen an Komponenten und Technologien.
Unser Ansatz
Wir verfolgen eine strukturierte, ganzheitliche Methodik, die Marktdynamiken mit konkreten Geschäftsmöglichkeiten verknüpft:

1. Marktstressfaktoren und künftige Nachfrage
Ermittlung und Validierung zentraler Stressszenarien für das Energiesystem
(z. B. Preisvolatilität, Netzinstabilität, Einschränkungen bei der Nachrüstung)
2. Clusterbildung nach Anwendungen und Anwendungsfällen
Entwicklung strukturierter Archetypen für industrielle Anwendungsfälle auf der Grundlage von:
- Strombedarf
- Energieform (Strom, Wärme, Wasserstoff)
- Lastprofil
- Brownfield- vs. Greenfield-Umgebungen
3. Systemarchitektur und modulare Bausteine
Entwicklung herstellerunabhängiger Referenzarchitekturen, die Folgendes kombinieren:
- Generation
- Lagerung
- Steuerung & EMS
Schwerpunkt: Standardisierung, Skalierbarkeit und modularer Aufbau
4. Wirtschaft und Geschäftsmodelle
Überblick über:
- CAPEX-/OPEX-Strukturen
- Vorteile in Bezug auf Flexibilität und Belastbarkeit
- Vergleich zwischen zentralisierten und dezentralisierten Lösungen
5. Markteintritt und Rollen im Ökosystem
Definition von:
- Rollen entlang der Wertschöpfungskette
- Partnerschaftsmodelle
- konkrete Möglichkeiten zur weiteren Umsetzung, wie beispielsweise Pilotprojekte oder gemeinsame Projekte
Was Sie davon haben
Die Teilnahme am Konsortium ermöglicht es Unternehmen,:
- Ihre zukünftige Rolle in den Energiesystemen verstehen – nicht nur als Produktanbieter
- Neue Märkte und Anwendungsbereiche erschließen
- Vorhandene Kompetenzen in systemrelevante Lösungen umsetzen
- Erhalten Sie einen gemeinsamen Branchenüberblick über zukünftige Systemarchitekturen
- Klare Markteinführungsstrategien entwickeln
- Schneller von Erkenntnissen zu konkreten Geschäftsmöglichkeiten gelangen
Wer sollte beitreten?
Dieses Konsortium wurde speziell für folgende Zwecke konzipiert:
- Komponentenhersteller (z. B. thermische, elektrische und fluidtechnische Systeme)
- Technologieanbieter (z. B. Speicher, Leistungselektronik, Werkstoffe)
- Unternehmen für Automatisierung und Steuerung
- Anbieter von systemintegrierten Lösungen
Das Projekt ist besonders wertvoll für Unternehmen, die:
- möchte sich vom Zulieferer zu einem systemrelevanten Partner entwickeln
- erkunden neue Märkte im Rahmen der Energiewende
- benötigen einen strukturierten Ansatz für die strategische Positionierung
Projekteinrichtung
- Projektformat: Konsortialprojekt
- Beginn: September 2026
- Dauer: ca. 4 Monate
- Aufbau: 5 Analysemodule + Zwischenworkshops
Endergebnis: Konsolidierte Ergebnisse und strategischer roadmap
Machen Sie mit!
Wenn Sie daran interessiert sind, zu erfahren, wie Ihr Unternehmen Teil der nächsten Generation dezentraler Energiesysteme werden kann, würden wir gerne das Projekt und Ihre mögliche Rolle darin mit Ihnen besprechen.
Kontaktieren Sie uns, um mehr über die Teilnahme und den Aufbau des Konsortiums zu erfahren.
Ihr Projektteam

Daniel Führen
Daniel Führen ist ein erfahrener Experte im Technologie- und Innovationsmanagement, der sich auf verschiedene Branchen wie Automobil, Biowissenschaften, Werkstoffe, Energie und Chemie spezialisiert hat. Zu seinen Fachgebieten gehören Wasserstoffwirtschaft, nachhaltige Produktion, additive Fertigung und gedruckte Elektronik. Er ist Experte für die Diversifizierung von Unternehmen, die Identifizierung neuer Produkte und Anwendungen und die Leitung nachhaltiger Produktionsprojekte.
Daniel Führen ist Head of New Energy Systems bei INC Innovation Center und hat einen Master-Abschluss in Physik von der RWTH Aachen.

Daniel Führen

Frank Burkard
Frank Burkard ist ein erfahrener Experte für sustainable production Wasserstofftechnologien mit Fachkenntnissen in den Bereichen erneuerbare Energien, Wasserstoffinfrastruktur und interdisziplinäres Projektmanagement. Er hat an verschiedenen Initiativen im Rahmen der Wasserstoffwirtschaft mitgewirkt und dabei Forschung, Industrie und regionale Akteure miteinander vernetzt, um den nachhaltigen Wandel voranzutreiben. Derzeit ist Frank als Senior Innovation Specialist Sustainable Production INC Innovation Center tätig, wo er sich auf innovative Lösungen für eine klimaneutrale Zukunft konzentriert.




